helaunacht

Man hatte „draußen“, sprich außerhalb der Vereinsfamilie, vorab nicht allzu viel gehört von der „Helau-Nacht“ des FVCA Eppertshausen.

Was die innerhalb des Eppertshäuser Fußball-Vereins organisierten Fastnachter absichtlich so gehalten hatten: Als rein interne Veranstaltung war das gedacht, was vom frühen Samstagabend an bis weit nach Mitternacht in einem fünfstündigen Programm rund 300 Narren in der Bürgerhalle unterhielt.

Die „Helau-Nacht“ kam als Abschluss des Jubiläumsjahrs 44 Jahre FVCA und als Auftakt in die Fastnachtskampagne 2017/18 daher. Vor allem aber ließen die Aktiven im Stile einer klassischen Sitzung viermal elf Jahre „Eppertshaiser“ Fastnacht Revue passieren – einstige und aktuelle Granden inklusive.

Einige von ihnen hätten angedeutet, nur dann noch einmal auf die weltbedeutenden Bühnenbretter zu gehen, wenn die „Helau-Nacht“ den geladenen Vereinsmitgliedern vorbehalten bleibe, skizzierte am Samstag als Moderator (und auch sonst stets der Sitzungspräsident) Jörg Helfmann den internen Ansatz. Freilich hätte der Abend auch seinen Reiz für andere Eppertshäuser Fastnachtsfreunde gehabt, doch blieb es so bei der großen, vertrauten und stimmungsvollen FVCA-Runde.

Abgesehen von den drei Pausen leerte sich der Saal nur einmal deutlich: Ziemlich zu Beginn des Abends nämlich, als Eppertshausens organisierte Narretei ihre wichtigsten Protagonisten und treusten Mitglieder auszeichnete. Rund die Hälfte der Gäste stand dabei selbst zumindest kurz auf der Bühne. Einige von ihnen kehrten später als Redner, Sänger oder Tänzer vors Publikum zurück.

So etwa Hans Müller: Der in der Eppertshäuser Fastnacht als „Bosse-Hans“ bekannte Spaßmacher präsentierte zwischen 1984 und 2015 das Protokoll der FVCA-Sitzungen, stand dort sogar 33 Jahre lang mit den „Chausseeporzelern“ auf der Bühne und war auch als Büttenredner aktiv. Am Samstag fasste er in geschliffenen Versen Fragmente früherer Protokolle zu einer beim Auszug mit stehenden Ovationen bedachten Ansprache zusammen.

Hans Müller trägt derweil schon länger ebenso den FVCA-Ehrenorden, den man sich durch 22 Jahre närrische Aktivität sowie Vorstandsarbeit und ein Mindestalter von 50 Jahren verdient haben muss. Das gilt auch für andere noch aktive oder inzwischen passive Unterhalter, die am Samstagabend auftraten – etwa Gebhard Müller (war unter anderem der erste Abteilungsleiter des FVCA), Peter Helfmann (schon seit 35 Jahren Bühnenaktiver) und Lutz Murmann (seit 31 Jahren auf der Bühne, am Samstag im Zwiegespräch als Kammermusiker mit Klaus Müller). Aber auch andere Persönlichkeiten, etwa Jörg Helfmann, Abteilungsleiter Eric Seib und Vorstandsmitglied Samira Bangnowski (Gruppenbetreuerin, seit 22 Jahren Bühnenaktive, seit 2010 auch bei den „Los Crachos“) zählten zu den Feiernden und Gefeierten der „Helau-Nacht“ – womit noch längst nicht einmal die wichtigsten personellen Säulen aufgezählt wären.

Auch das Komplettprogramm des Samstags passt obgleich 14 Nummern nur schwer in wenige Zeitungszeilen. Unter anderem trat die aktuelle FVCA-Garde auf, darüber hinaus das ehemalige Damenballett und die ehemaligen „Oldie Dancers“. Peter Helfmann wiederholte seinen einstigen, fast legendären Vortrag als „Yussuf aus Ankara“. Und beim Finale nach Mitternacht feierten gar die „Chausseeporzeler“ ein Revival.

Quelle: OP-Online.de

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